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Mädchen sein

Vor ein paar Monaten habe ich das Netz mal wieder nach Literaturwettbewerben durchforstet und bin dabei auf einen Wettbewerb gestoßen, der unter folgendem Thema lief: „Weil ich ein Mädchen bin…“

Ich fand (und finde immer noch) das Thema sehr spannend. Es sollte eben in die Richtung gehen, die Vorteile am „Mädchen sein“ zu beschreiben. Ich öffnete also ein Word-Dokument und wollte mir ein paar Stichpunkte machen.

Es fiel mir keiner ein.

Ich war ziemlich erschrocken darüber, hatte ich bis dahin doch nie mein Geschlecht in Frage gestellt. Dadurch und auch durch die großartige #aufschrei Aktion habe ich angefangen, mir Gedanken zu machen. Gedanken zur Rolle der Frau in unserer Gesellschaft.

Ich studiere Ingenieurswesen und habe deshalb in meinem Studienalltag zwangsläufig mehr mit Jungs zu tun, als mit Mädchen. Das gefiel mir immer gut, ich hatte immer ein sehr lockeres und entspanntes Verhältnis zu allen. In manchen, seltenen Situationen merkte ich aber auch, dass ich mich oft wie ein typischer Junge verhielt, um ganz genau dieses Verhältnis aufrecht zu erhalten. Ich habe mich angepasst und erntete dadurch Anerkennung und Aufmerksamkeit. Zwei Sachen, nach denen es wohl jedem Menschen dürstet.

Es gab sogar eine Phase, in denen ich meine männlichen Freunden eindeutig den weiblichen vorzog.
„Viel entspannter“, „nicht so zickig“, „stressen nicht so rum“, waren da meine Argumente. Ich glaube, das sind Sachen, die sich viele Frauen anhören müssen und die man schnell verinnerlicht und somit Frauen vorverurteilt. Ist ein Mann mal zickig oder ängstlich, dann heißt es: „Sei nicht so ein Mädchen.“ Als wäre das ein Schimpfwort. Es sind also weibliche Attribute und, wie ich festgestellt habe, nicht einmal viele Frauen wollen weiblich sein. Höchstens im Sinne von sexy und den Männern gefallend. Damit spreche ich natürlich nur von meinem Bekanntenkreis, aber es fällt mir immer stärker auf, wie sehr Frauen so sind wie sie sind, nur um dem anderen Geschlecht zu gefallen.

Ich habe jedenfalls festgestellt, dass ich immer noch nicht so viele Punkte auf meiner Liste habe und es durchaus mehr werden dürften. Ein ganz großer Punkt sind meine besten Herzensfreundinnen. Die zählen für drei.

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Wenn ich groß bin

Wenn ich mal richtig groß bin, dann schreibe ich ein Buch. So ein richtig gutes und großes und verzauberndes. Eins, das man nachts unter der Bettdecke liest und versucht, ganz leise zu atmen, damit man ja nicht mit dem Satz „Morgen ist aber Schule!“ unterbrochen wird. So eins, bei dem man seine Haltestelle verpasst, weil man noch schnell den einen Absatz lesen muss. Und den nächsten noch. Ein Buch, das man ganz lange in der Hand hält und das nach großen Abenteuern und Sehnsucht riecht. Eines, das man auch nach der letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, das immer noch ein bisschen nachklingt und an das man denkt, wenn man auf der Autobahn die Landschaft vorbeiflitzen sieht.

Genau das werd ich machen. Wenn ich groß bin.

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Zum letzten Mal…

…hab ich eine Klausur geschrieben!! Zumindest zum letzten Mal für dieses Studium (und da es ja ein Master ist und ich ja dann auch mal selber Geld verdienen muss, wird es vorläufig auch erstmal das letzte bleiben). So. Cool. Dann fängt ja also bald auch die Masterarbeit an. Cool. Wir voll viel Spaß machen. Dann kommt noch die Verteidigung (okay, da schlottern mir jetzt schon die Knie) und dann ist das süße Studentenleben vorbei.
Da gibt es in meinem Kopf dann zwei Stimmen dazu.
Die eine ist eher so drauf: „Yeah, voll geil, niiiie wieder Nächte durchlernen! Nie wieder endlos langweilige Vorlesungen! Nie wieder zu viel Monat am Ende de Geldes!“
Die andere, die auch so ein bisschen lauter ist, klingt eher so: „Oha, Studium vorbei, dann beginnt ja auch für dich jetzt endlich mal der Ernst des Lebens. Mit Arbeit, Überstunden, Stress und täglich den zermürbenden Gedanken darüber, ob das jetzt wirklich alles ist im Leben. Keine Studentenvergünstigungen mehr, keine Parties unter der Woche, keine tollen Studienfreunde: Nur noch genauso angeödete, mindestens doppelt so alte Kollegen, die den unliebsamen Arbeitsalltag auf deine Schultern laden! Aber ha! Arbeitalltag! Musste ja auch erstmal finden, ne? Wo willste denn eigentlich hin? Großes Unternehmen? Kleines? Etwa ATOMINDUSTRIE?? (Niemals!) Und so städtemäßig? München, Hamburg, Berlin, Pott? Na? Schon was ausgesucht? Jaha, und findste da auch Freunde? Und ne ordentliche Arbeit? Und endlich mal wieder EINEN FREUND? Mädchen, Mädchen, das Studium geht schneller zu Ende als du denkst!“

Puh, die zweite hat auch eindeutig ein bisschen mehr zu sagen!! Letzte Klausur also…puh und ein kleines juhu. Immerhin hab ich noch eine mündliche Prüfung, also ran an dne Lernstoff und die Gehirnkapazitäten von Zukunftssorgen auf Thermodynamik lenken. Adieu für heut!

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Was Wichtiges

Es ist manchmal schwer zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Das gilt im Leben genauso wie für Klausuren. Manchmal erkennt man es erst zu spät, wenn die Prüfung schon vorbei ist. Bei der Klausur kann man nichts daran ändern. Dann hat man das Wichtige nicht gelernt gehabt und konnte die Aufgabe nicht lösen. Das Ergebnis liegt nun in den Händen des Prüfers und bis man es selbst in den Händen hält, kann man nichts mehr daran ändern.
Wie ist das aber im Leben? Wenn ich heute eine Entscheidung treffe und merke, dass das die falsche war, kann ich das dann noch ändern? Ich glaube, können ist im echten Leben nicht das Problem, aber gesellschaftliche Zwänge, eigene Ängste und der Schweinehund, die halten uns davon ab. Die halten uns davon ab, mal was zu wagen. Entscheidungen wieder zurückzunehmen oder einfach mal das Herz voran zu werfen.

Hat sicher auch was gutes, so lebt es sich schön sicher und ohne Risiko.

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Riesenar***

Es gibt Probleme, die sich manchmal so aufbauschen, als Riesen darstellen und sich, auf den ersten Blick zumindest, absolut nicht lösen lassen.
Dann verzweifel ich. So richtig. Dann kann ich anfangen zu heulen und werd richtig wütend, weil ich keine Ahnung hab, wie ich dieses blöde Problem lösen soll und hör einfach auf mich damit zu beschäftigen und bin dann wieder wütend und muss vor Wut wieder heulen und bin einfach schwer verzweifelt. Das dauert so fünf bis zehn Minuten (woran man vielleicht erkennen kann, das ich noch nicht so oft so richtig große Probleme hatte) und dann resignier ich. Dann kommt die Einsicht: Okay, durch rumheulen und wütend sein bewegt sich nichts. Rein gar nichts. Also muss ich was machen. Wenigstens versuchen, das Problem zu lösen. Vielleicht geht es ja doch irgendwie, so oder so.
Ein bisschen Zweifel ist schon noch im Bauch, aber auch Mut. Also ran an den Speck. Wenn’s dann nicht klappt: Die Taschentücher liegen bereit!

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Prokrastinieren

Pünktlich nach dem Aufstehen fang ich damit an,
red mir noch ein, der Tag sei lang
Obwohl ich die Uhr schon ticken hör
kann ich nicht anfangen
red mir noch ein, es wird nicht so schwer.

Anfangen, einfach anfangen,
sag ich mir schon den ganzen Tag.
Trotzdem sitz ich noch hier,
immer noch ein leeres Papier,
nichts bewegt sich, nichts füllt sich.
Ich muss
entweder jetzt oder es ist zu spät.
Reiß dich zusammen,
es ist doch nicht so schwer!

Ne, kein Bock!

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Grade das Gefühl gehabt: Ich muss dringend mal wieder was ändern in meinem Leben!!
Und: Facebook-Chat wieder angestellt, gnihihi.

Jetzt geht’s wieder zurück zu Laurent und seinen Reihen (wer da noch nichts von gehört hat: Einfach eine Mathe3-Vorlesung besuchen. Voll spaßig)

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März 17, 2013 · 7:21 pm